|
Medizinische Operationen werde oft erst durch die Arbeit eines Anästhesisten ermöglicht.
Der Anästhesist ist ein auf Narkosen, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerztherapie spezialisierter Arzt. Bei operativen Eingriffen sorgt der Anästhesist durch entsprechende Narkosemittel für eine Voll- oder Teilnarkose des Patienten. Dabei überwacht der Anästhesist auch die Körperfunktionen des Patienten und erhält diese aufrecht. In der Intensiv- und Notfallmedizin kann der Anästhesist seine Erfahrung in der Überwachung kritischer Vitalfunktionen einsetzen. Auch bei der Bekämpfung von chronischen Schmerzen spielen Anästhesisten eine immer größere Rolle.
Anästhesisten haben Spaß am Umgang mit dem Patienten und verstehen es, ihm die Ängste etwa vor einer Narkose zu nehmen. Hierzu spricht der Anästhesist auch bisherige Narkose-Erfahrungen mit dem Patienten durch, um eventuelle Unverträglichkeiten gegen bestimmte Narkosemittel herauszufinden. Besonders als Notarzt und in der Intensivmedizin müssen Anästhesisten zu Bereitschafts- und Schichtdienst bereit sein und im Ernstfall überlegt und entschlossen handeln.
Anästhesisten sind gefragte und vielseitige Fachärzte
Die meisten Stellenangebote für Anästhesisten kommen von Krankenhäusern und Gesundheitszentren. Jobs für selbstständige Anästhesisten gibt es darüber hinaus in Facharztpraxen, in denen auch operative Eingriffe durchgeführt werden. Schließlich können Anästhesisten auch im Klinikmanagement sowie in der universitären Forschung und Lehre arbeiten. Auch durch die Alterung der Gesellschaft gewinnt die Palliativmedizin als Arbeitsfeld für Anästhesisten an Bedeutung.
Nach abgeschlossenem Medizinstudium absolviert der angehende Anästhesist eine fünfjährige Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie. Danach stehen ihm noch Zusatzweiterbildungen in Notfallmedizin, Intensivmedizin und Schmerztherapie offen.
© StepStone, 2008
|