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Biologische Vorgänge werden zur Optimierung technischer und industrieller Prozesse genutzt - möglich macht dies der Biotechnologe.
Der Biotechnologe analysiert biologische Vorgänge mit Blick auf die mögliche industrielle Verwendung zur Herstellung bestimmter Stoffe. Die Bandbreite ist riesig: Unbewusst waren schon die ersten Bierbrauer und Winzer Biotechnologen, nutzten sie doch die alkoholische Gärung zur Erzeugung ihrer Produkte. Heute sucht der Biotechnologe gezielt nach möglichen Anwendungen von Bakterien, Pilzen und Pflanzen, um sie beispielsweise zur Herstellung von Medikamenten zu verwenden. Inzwischen sind Biotechnologen auch mit der genetischen Veränderung dieser Organismen beschäftigt, um sie die gewünschten Stoffe erzeugen zu lassen. Wichtigste Anwendungsgebiete der Biotechnologie sind Medizin und Pharmazeutik, Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und industrielle Prozesse.
Die Fähigkeiten des Biotechnologen sind nicht weniger breit gefächert wie die Anwendungen seines Fachs. Biologische und biochemische Kenntnisse werden ergänzt durch ingenieurwissenschaftliche Fähigkeiten, zum Beispiel aus der Verfahrenstechnik. Gute Englischkenntnisse sind Pflicht für Biotechnologen, da sie nicht nur für die Arbeit in internationalen Teams benötigt werden, sondern auch für die kontinuierliche Fortbildung mit Hilfe von Fachmagazinen.
Biotechnologen sind gefragte Spezialisten
Biotechnologen finden Jobs in der Wirtschaft, vor allem bei Chemie- und Pharmazie-Unternehmen. Stellenangebote für Biotechnologen gibt es außerdem in Untersuchungslaboren, in der Nahrungsmittelindustrie und im Anlagenbau. Schließlich gibt es auch Arbeit für Biotechnologen an Hochschulen sowie in Verbänden.
Die Ausbildung des Biotechnologen besteht aus einem Hochschul- oder Fachhochschulstudium der Biotechnologie. Durch ein Studium der Biotechnologie in Verbindung mit Bioinformatik oder Verfahrenstechnik kann sich der angehende Biotechnologe bereits früh spezialisieren.
Bewerbung als Biotechnologe : Vorlage für Anschreiben
© StepStone, 2008
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